Sonntag, 30. Dezember 2012

CYCLING-QUIZ

 



CYCLING-QUIZ für Daheimgebliebene



SPANNUNG     WÄHREND     DER    TOUR

                                                                                                                             Stichwort "CYCLING"                              

Am 9.Januar startet meine Radtour quer durch die USA - von Orlando bis nach San Francisco.
Wie viele gefahrene Kilometer zeigt mein Tacho, wenn ich die USA wieder verlasse ?

Ich fahre Marathon Plus Reifen, die laut Werbung "unplattbar" sein sollten. Wie viele Platten werde ich am Ende der Tour aber tatsächlich gehabt haben ?

Meine längste Tagesetappe beträgt ................ Kilometer.

Während meiner Vorbereitung fuhr ich regelmäßig 22 Kilometer lange Touren im Kraichgau mit einem Höhenunterschied von jeweils 250 Metern. Wie viele Höhenmeter werde ich aber insgesamt auf der  USA-Tour überwinden ?

Auch im Süden der USA ist es jetzt Winter. Welches wird die tiefste Temperatur sein, die ich während den Nächten außerhalb des Zeltes mit meinem Max./Min. Thermometer messen werde ?

Nicht immer werde ich die Möglichkeit haben, auf einenem privaten Camping-Platz oder in einem State Park zu übernachten. An wie vielen Tagen zelte ich "wild" ?

Aktuell wiege ich 80,0 Kg. ohne Kleidung. Welches Gewicht habe ich unmittelbar nach meiner Rückkehr ?      


Die Auflösung der Fragen erfolgt am 21.April.

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Cycling  against  Cancer                            

Von der Intensivstation auf den Highway


Golden Gate - der Weg ist das Ziel



                    Privat: Aufnahme März 2006



Mit dem Rad von Orlando nach San Francisco 

Cycling from Orlando to San Francisco 

 

Mit der Diagnose Morbus Waldenström - einer sehr seltenen, unheilbaren Form von Leukämie änderte sich mein Leben vor sieben Jahren schlagartig. Jahrelang versuchte ich diese Krankheit zu verdrängen, bis 2009 das Immunsystem kollabierte. Erst eine Kombination aus Chemotherapie und Antikörpern verhinderte das Schlimmste.

Damals hatte ich wohl mehr als einen Schutzengel, aber ich hatte auch den unbedingten Willen, wieder auf die Beine zu kommen. War in diesen Tagen  jede Treppenstufe eine Herausforderung, so grenzt es fast an ein Wunder, dass ich heute problemlos Radtouren von mehr als 100 Kilometern absolvieren kann.

Mein Versuch, diese Krankheit zu verdrängen, wäre beinahe tödlich ausgegangen. Heute kann ich offen darüber reden und weiß, dass Morbus Waldenström ein Krankheit ist, die gepaart mit entsprechendem Lebenswillen zumindest für einen gewissen Zeitraum ein zufriedenstellendes Maß an Lebensqualität ermöglichen kann. Aus früheren Reisen - u.a. acht Monate mit dem eigenen Wohnmobil durch Nordamerika - sind mir die geografischen und klimatischen Bedingungen in den USA  bestens vertraut. Auf Grund meines Geografie-Studiums war es mir möglich, eine machbare Reiseroute durch den Süden der Vereinigten Staaten zusammenzustellen.  Übernachten werden ich in einem 2-Mann-Zelt auf privaten Campgrounds und  vor allem in State Parks. Unverzichtbar ist ein warmer Schlafsack, da Höhen von mehr als 2000 Metern erreicht werden. Zudem fallen gerade in den Halbwüsten des Südwestens die Temperaturen im Winterhalbjahr nachts schnell mal auf minus 10 Grad. Auf der anderen Seite sind in diesen Regionen Einkaufsmöglichkeiten rar und Wasser nicht immer verfügbar. Ich freue mich riesig auf diese Herausforderungen, auf neue Kontakte und auf Etappenziele wie die versteinerten Wälder des Petrified Forest Nationalparks oder auf die Fahrt durch das Death Valley. Und wenn ich fit bleibe, genieße ich gegen Ende der Reise  wieder diesen herrlichen  Blick von der Golden Gate Bridge auf die Skyline von San Francisco.


Tourdaten 

Start:                    09.01.2013  Orlando

Km/Miles :            ca. 6000  /   ca. 3700

Ziel:                    16.04.2013   San Francisco

 

 

 

Reiseroute

Orlando - Blue Springs S.P. - Juniper Springs S.P. - Paynes Prairie Pres. S.P. - O.`Leno S.P.Rocky`s Cnvenience CG. west of Perry /FL. - Ochlockonee River S.P. - St. Joseph Peninsula S.P. -  St. Andrews S.P. - Henderson Beach S.P. - Gulf S.P. - Meaher S.P. -  Shepard S.P. - Paul B. Johnson S.P. - Bogue Chitto Water Park - Riverview RV Park in Vidalia - Turkey Creek Park in Wisner - Jimmie Davis S.P. Lake Claiborne S.P. - Mullin Rv Park in Sarepta - Daingerfield S.P. - Cooper Lake S.P. - Bonham S.P. - Ray Roberts Lake S.P. - Sunset RV Park in Sunset / TX - Echols RV Park in Olney - Munday - Central Park RV in Spur / TX - Buffalo Springs Lake east of Lubbock - Brownfield/TX - Chaparralpark in Lovington - Bottomless Lakes S.P. - Forestry Dep. in Capitan /NM - Valley of Fires - Socorro - Datl Well CG. - Quemodo - Lyman Lake S.P. - Petrified Forest  Nationalpark / Wilderness Campgr. - Holbrook / KOA - Homolovi S.P. - Flagstaff / KOA - Williams - Seligman / KOA -   ?  -  Kingman / KOA -  ? -  Boulder Beach CG. near Lake Mead -  Las Vegas  - Red Rock Canyon CG. - Pahrump RV - Furnace Creek CG. / Death Valley - Panamint Spring Resort - Diaz Lake CG. -  ? - Lake Isabella Kern River KOA - Kern River S.P. - Tule Elk Res. S.P. -  ? - ? - Morro Bay S. P. /Pazifik - San Simeon Creek CG. - Lime Kiln S.P. - Andrew Molera S.P. - Carrapto S.P. - Sunset State Beach - Half Moon Bay S.P. - Bicentennial CG. / north of Golden Gate Bridge.

? = Übernachtungsort derzeit offen

 

Florida - Routenplanung

Sogenannte "Snowbirds" - meist Rentner aus den kälteren nördlichen US-Bundesstaaten - fallen jeden Winter in Scharen im subtropischen Florida ein, so dass Stellplätze zwischen Key West und dem Panhandle rar sind. Wer nicht rechtzeitig bucht, hat auf den Campingplätzen meist das Nachsehen
       
                                                  SORRY - FULLY BOOKED

Deshalb hatte ich mich frühzeitig dazu durchgerungen, acht Plätze in Floridas State Parks über www.reserveamerica.com online vorzubuchen.
Der Nachteil jedoch ist der, dass ich nun bei Wind und Wetter gezwungen bin, mein nächstes Etappenziel zu erreichen.

Hier meine Etappenziele in Florida

09.01. Abends Ortszeit: Ankunft in Orlando International Airport

Blue Springs State Park   (gebucht)                                                                                    75 Km

Juniper Springs State Park (gebucht)                                                                                  70 Km

Paynes Prairie Pres. State Park (gebucht)                                                                           72 Km

O`Lena State Park (gebucht)                                                                                              68 Km

Rocky`s Convenience Campground bei Perry / Privater Betreiber                                      120 Km

Ochlockonee River State Park (gebucht)                                                                           105 Km

St.Joseph Peninsula State Park (gebucht)                                                                           125 Km

St.Andrews State Park (gebucht)                                                                                       120 Km

Henderson Beach State Park (gebucht)                                                                                80 Km


Das Höhenprofil zwischen Orlando und San Francisco

                       

                

Normalerweise sollte diese Strecke von West nach Ost gefahren werden, da die vorherrschende Windwichtung West ist. - d.h. ich dürfte häufiger Gegen- statt Rückenwind zu erwarten haben.
Dennoch bin ich von San Francisco als Startpunkt schnell abgekommen, weil ich dann im Januar / Februar
im gebirgigen Terrain fahren müsste. Schnee und Kälte in der Sierra Nevada oder in Arizona rund um 
Flagstaff würden die Tour erschweren oder unmöglich machen.
Ein Start am 9. Januar in Orlando hat den Vorteil, ein angenehmes Klima in Florida geniessen zu können.
Zudem dürfte ich auf den ersten 2000 Kilometer durch Florida und durch die Mississippi-Staaten Alabama,
 Mississippi und Louisiana  relativ rasch vorankommen, da - wie das Höhenprofil zeigt - diese Gebiete 
topfeben sind. Die Gebirgsregionen westlich von Lubbock/Texas erreiche ich erst in der zweiten Februar-
häfte. Ein schneearmer Winter wie 2005/06 würde mir entgegenkommen. Damals standen meine Frau und ich Mitte Februar am südlichen Rim des Grand Canyons auf 2400 Meter Höhe - ohne Schnee.
                                                  

                      

Meine Ausrüstung / Equipment



Fahrrad

Im Vorfeld der Tour musste mein Fahrrad - Marke CAMPUS, 28 Zoll, 27 Gang - erheblich umgerüstet werden. Unter anderem wurden folgende Teile neu angebracht:

Geschwungener Multifunktionslenker Zoom 
Damit habe ich verschiedene Griffpositionen , so dass beim   Fahren die Hände nicht so schnell einschlafen. Außerdem bietet diese Lenkerform mehr Platz, um das   Navigationssystem und den Kilometerzähler anzubringen

TUBUS-Cosmo Gepäckträger:   
An diesem Gepäckträger können die Radtaschen tiefer eingehängt werden, was sich positiv auf das Fahrverhalten auswirken sollte.

TUBUS-Lowrider: 
 Gepäckträger für das Vorderrad

Marathon Plus Bereifung von SCHWALBE:  
 Die Werbung verspricht, dass die Reifen damit "unplattbar" wären. Selbst Reißnägel könnten keine Schäden verursachen. Ich darf gespannt sein, wie sich dieser Reifen auf den 6000 Kilometern schlägt.

Nabendynamo DH-3N80 samt E-Werk von Busch & Müller:
 Damit erstrample ich mir meinen eigenen grünen Strom und kann während der Fahrt meinen Speicher-Akku Sanyo KBC-L2B laden. Über einen USB-Anschluss ist es dannhrend der Nacht möglich , z.B. ein i-Phone aufzuladen.
Auch kann ich mit einem weiteren Sanyo-Ladegerät während der Fahrt 2 leere AA eneloop-Batterien laden, die ich für das GPS-Gerät benötige. Bei voller Leistung sind die beiden Batterien allerdings nach rund 8 Stunden erschöpft.

Nabendynamo DH-3N80
E-Werk mit USB-Anschluss






 Des weiteren wurde der hintere Zahnkranz, die Kette und das Tretlager erneuert. Schutzbleche vorn und hinten schützen vor Spritzwasser. Ein mit Batterie betriebenes Rücklicht sollte bei einsetzender Dämmerung für zusätzliche Sicherheit sorgen. Auf ein Vorderlicht habe ich verzichtet. Diese Funktion könnte im Bedarfsfall meine extrem leistungsstarke Black Diamond Stirnlampe übernehmen. Einen ursprünglich für die Tour vorgesehenen Radständer habe ich inzwischen wieder demontiert. Bei voller Beladung würden die Schrauben des Ständers über kurz oder lang abbrechen und das Rad umfallen.

Werkzeug / Ersatzteile:  
Schaltauge, Schauch,  2 Bremsbacken, 12 Ersatzspeichen, Speichenspanner, Ersatzschrauben, 
2 Ersatz-Züge, Reparatur-Set für Reifenpannen, Kettenöl, 4 Reifenheber, Imbusschlüssel,
15er Schlüssel, Isolierband, Kabelbinder, Flachzange.

Nach den Umbaumaßnahmen hat sich das Gewicht des Rades ohne Gepäcktaschen von rund 12 auf  etwa 16 Kilogramm erhöht.
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  Zusätzlich erhät das Rad während der Tour zwei 20 Liter Ortlieb Hinterradtaschen und 2 etwas kleinere Ortlieb-Vorderradtaschen. Das Eigengewicht dieser Taschen beträgt zusammen 4450 Gramm. Hinzu kommt noch eine Ortlieb-Lenkertasche + Kartenfach mit einem Gewicht von 530 Gramm. 

Karten und GPS

Um Gewicht zu sparen, habe ich die Landkarten der neun zu durchfahrenden US-Bundesstaaten mit der Schere auf das Maß des Kartenfaches reduziert, so dass ich lediglich 26 kleine Kartenblätter mit mir führe, die allesamt in das Kartenfach passen. Die Blätter sind von Florida bis Kalifornien duchnummeriert, mit der Fahrtroute und den geplanten Übernachtungsorten versehen. Die gesamte Routenführung einschließlich der GPS - Daten, der Kilometerangaben und der Höhenangaben aller Orte befinden sich auch in meinem Tagebuch. Darin handschriftlich vermerkt sind auch Einkaufsmöglichkeiten, Bicycle-Shops und kostenlose Internet - Spots auf der geplanten Strecke. Inzwischen habe ich mir auf das Handy auch verschiedene APP`s geladen - u.a. einen Camping-Finder mit gutem Filter, einen  Bike-Shop Finder sowie einen Free Wi-Fi-Finder.
Das 220 Gramm schwere Garmin GPS 62 S  verfügt über die neueste amerikanische Kartensoftware von Garmin. In diesem Gerät sind ebenso meine gesamte Route einschließlich der Übernachtungsorte abgespeichert. Hilfreich dürfte das Gerät insbesondere in größeren Städten wie Orlando, Las Vegas oder
San Fransico sein.  Die Sotware verfügt zudem über 10 Mio. Points of Interest.  

Fahrrad-Mitnahme im Flugzeug

Da ich ein Lufthansa-Ticket habe - durchgeführt wird der Flug jedoch von Air United - musste ich mich  natürlich auch um  die Fahrradmitnahme bei der Fluggesellschaft kümmern und das Rad dort anmelden.    Die Mitnahmegebühr für den Interkontinentalflug belaüft sich auf 100 Euro "one way". 
 Das Maxinalgewicht des Sondergepäcks darf dabei jedoch 23 Kilogramm nicht überschreiten.
Um das Rad vor möglichen Transportschäden zu schützen,  hatte ich mir in einem Bruchsaler Radgeschäft eine kostenlose Fahrrad-Transportkiste aus stabilem Karton (156x86x28) besorgt. Diese wiegt allein schon 4,1 Kilogramm.
Damit das Rad Platz in der Kiste fand, musste ich zuvor das Vorderrad , den Lowrider, den Sattel und die Pedale entfernen. Außerdem musste ich den Lenker um 90 Grad drehen.  Anschließend polsterte ich die verbleibenden Hohlräume teilweise mit Luftpolsterfolie aus und schützte empfindliche Teile des Rades zusätzlich mit Schaumstoff.

In der Hoffnung, dass das Rad heil ankommt





Camping-Ausrüstung  

2-Mann Zelt Arctis 2 von TATONKA + passende Zeltunterlage ca.3,4 Kg + 0,3 Kg.
DEUTER - Schafsack "Atmosphere 550 L   1370 gr.
Yeti-Daybreak 2.5 Isomatte.  Vorteil: Kann längs gefaltet werden. Kleines Packmaß. 780 Gr.
Trangia- Spiritus - Kochersystem "Mini" incl. Alu-Topf mit o,8 Liter und kleiner Pfanne. Gew.350 Gr.
DEUTER-Rucksack mit einer 3 Liter Trinkblase


 Kleidung

Da es jetzt auch im Süden der USA Winter ist, ist Thermo-Unterwäsche Pflicht. 
Ebenso warme Fingerhandschuhe, eine Wollmütze, ein Halstuch sowie eine Sturmhaube. Eine zweite Radlerhose ist ebenfalls angesagt.
Bei Wind schützt eine wärmende  Softshelljacke. Für Regentage führe ich eine Regenhose, Regenjacke und Gamaschen mit mir. Leichte Gore-Tex Schuhe von MEINDL sollten verhindern, dass ich auch bei längerem Regen nasse Füße bekomme. Ingesamt beläuft sich das Gewicht der Kleidung auf rund sechs Kilogramm.





Freitag, 14. Dezember 2012

Besinnliche Weihnachten

Am 9.Januar startet meine Tour "Cycling against Cancer"
zugunsten der     Deutschen     Leukämie-Hilfe     Stiftung
 www.dlh-stiftung.de  von Orlando in Florida bis hinüber an die Pazifikküste nach San Francisco in Kalifornien.

                                                                                                           
           Vor mir liegen                                               
                                                    x
                                            6 0 0 0  Km
                                           4     Zeitzonen
                                      9 US-Bundesstaaten
                              zahlreiche Herausforderungen 
                viele Reiseeindrücke und jede Menge Abenteuer


Verfolge hier hautnah  meine Tour  und spende auch du einen Cent
pro gefahrenem Kilometer an die Stiftung.